Buchscanner: Digitalisierung von Millionen von Büchern

Laut einem Blog-Artikel von Google aus dem Jahr 2010 sind seit der Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg nahezu 130 Millionen verschiedene Bücher gedruckt worden. Etwas mehr als ein Jahrzehnt später wird diese Zahl auf ca. 170 Millionen geschätzt. Während neuere Auflagen auch in den Genuss digitaler Versionen gekommen sind, liegt eine große Menge der älteren gedruckten Texte ausschließlich in materiellen Formaten vor. Und die letzte Pandemie hat uns auf jeden Fall gelehrt, dass uns der Zugang zu öffentlichen Orten wie Büchereien und Archiven jederzeit verwehrt werden kann. Dieser Umstand ist einer der Gründe dafür, dass Buchscanner in den letzten Jahren immer beliebter geworden sind.

 

Was ist ein Buchscanner?

Wie der Name bereits nahelegt, ist ein Buchscanner ein Gerät, das materielle Bücher und Drucksachen in digitale Medien wie Bilder, digitale Texte oder digitale Bücher (eBooks) umwandelt. In technischer Hinsicht kann ein Buchscanner einfach aus einer Pappschablone, einer Kamera auf einem Stativ und Ihrer Hand als Bedienelement bestehen. Oder aber sie enthalten zahlreiche bewegliche Elemente mit computergesteuerter Erfassung und hochauflösenden Kameras. Einige sind sogar mit einem Roboterarm ausgestattet, der die Seiten des gescannten Buchs sorgfältig umblättert.

 

Wie funktioniert ein Buchscanner?

Die grundlegende Konstruktion moderner Buchscanner basiert üblicherweise auf fünf Elementen, Hochleistungsmodelle sind aber mit weiteren Komponenten wie Ansaugvorrichtungen oder Infrarotkameras ausgestattet, die eine Erkennung der dreidimensionalen Form der Seite und eine automatische Anpassung ermöglichen.

 

Beleuchtung

Einige Scanner können zwar mit der allgemeinen Zimmerbeleuchtung betrieben werden, um qualitativ hochwertige Bilder zu erfassen, wird jedoch eine eigene Lichtquelle benötigt. Darüber hinaus muss die Beleuchtung stark und gleichmäßig sowie ideal positioniert sein, um Blendeffekte und Reflektionen zu vermeiden. Bei den meisten Buchscannern sitzen die Lichtquellen auf beiden Seiten der Kamera und sind an einem Rahmen oder Ständer montiert, um das Licht gleichmäßig zu verteilen.

 

Kameras

Je nach Modell ist ein Buchscanner üblicherweise mit einer oder zwei Kameras ausgestattet. Die einfachere Version ist ein Buchscanner mit einer Kamera, der manuell bedient wird, aber anwenderfreundlich ist. Das Buch liegt offen auf einer flachen Oberfläche, während eine Kamera darüber Bilder der Seiten erfasst. Je nach Größe des Buchs muss jedoch eine Korrektursoftware eingesetzt werden, um die entstehende Verzerrung zu neutralisieren und das Bild der Seite originalgetreu nachzubilden. Fortschrittlichere Buchscanner weisen ein Kamerapaar auf. Jede Kamera muss fest montiert und auf einen Punkt direkt in der Mitte der von ihr zu scannenden Seite gerichtet sein. Zwei Kameras können beide Seiten gleichzeitig erfassen, eine pro geöffneter Seite, und in Kombination mit einer v-förmigen Buchauflage ist nahezu keine softwaregestützte Korrektur der erfassten Bilder erforderlich.

 

Anpressplatte

Zu den größten Herausforderungen beim Scannen gebundener Bücher, insbesondere bei umfangreicheren, gehört die erhebliche Biegung der Seite in der Nähe des Buchrückens, wenn das Buch flach hingelegt wird, die zu einer Verzerrung des Textes in diesem Bereich des digitalen Bilds führt. Eine Alternative zur Aufteilung des Buchs in Einzelseiten, wobei die Bindung gelöst oder das Buch sogar zerstört wird, ist eine nicht-destruktive Methode, bei der das Buch zum Fotografieren in eine v-förmige Halterung eingespannt wird. Die Biegung im Bindungsbereich ist dabei deutlich schwächer, insbesondere wenn transparente Kunststoff- oder Glasplatten auf die Seite gedrückt werden, um sie zu glätten. Es gibt zwar einige Computer-Algorithmen, die beim „Entzerren“ der Seiten nach dem Erfassen hilfreich sein können, es ist aber immer zuverlässiger, von Anfang an flache Seiten aufzunehmen.

 

Buch

Das Buch liegt bei jedem Buchscanner mittig ausgerichtet. Alternativ wird es zum Scannen gegen die Anpressplatte gedrückt und dann zum Umblättern fortgezogen. Dieser Vorgang verläuft bei leistungsfähigeren Scannermodellen vollautomatisch. Wenn Sie allerdings eine seltene Ausgabe eines Buches scannen, ist eine manuelle Handhabung weiterhin unverzichtbar, um Beschädigungen des Buches zu vermeiden.

 

Wiege

Den unteren Teil des Buchscanners bildet die Buchwiege, die den Buchrücken und die Bindung des zu digitalisierenden Buchs abstützt. Zwar führt jeder Kontakt mit einem Buch zu einem gewissen Verschleiß, eine v-förmige Wiege kann jedoch die Belastung, die beim Scannen entsteht, minimieren.

 

Warum Buchscanner verwenden?

Materielle Bücher behalten zwar ihren Reiz, immer mehr Menschen lesen Bücher jedoch auf ihren Tablets und Smartphones. Darüber hinaus gibt es mehrere Vorzüge, die das umfangreiche Digitalisieren von Büchern bietet: Auf die Inhalte kann auch aus der Ferne zugegriffen werden, die Indexierung und Suche wird stark vereinfacht und Texte und Manuskripte, die andernfalls durch Umwelteinflüsse, Verlust oder Diebstahl gefährdet wären, bleiben sicher. Die Digitalisierung kann sogar zur Wiederherstellung beschädigter Bücher beitragen, um ihnen ein neues Leben zu verleihen und sie wieder lesbar zu machen.

 

Weil digitalisierte Bücher online genutzt oder für die Offline-Verwendung heruntergeladen werden können, sind sie leicht über die Cloud oder andere Online-Plattformen unabhängig von Ort und Zeit zu verbreiten. Erwähnenswert ist auch, dass sich Druckkosten einschließlich Nebenkosten wie Anlagenmanagement, Führen von Aufzeichnungen und Raumkosten erheblich reduzieren lassen, was den Weg zu besserer Kosteneffizienz öffnet. Und schließlich kann das umfassende Digitalisieren von Büchern Ihre Umweltbilanz erheblich verbessern, weil keine Fotokopien oder Ausdrucke mehrerer Ausfertigungen mehr angefertigt werden müssen, was den Papierverbrauch verringert.

 

Der beste Buchscanner ist derjenige, den Sie tatsächlich benötigen

Bei richtiger Implementierung kann die Digitalisierung Unternehmen, Büchereien, Archiven und Verlagen zu mehr Kosteneffizienz, höherer Qualität der digitalen Erzeugnisse und besseren Investitionsrenditen verhelfen. Für eine erfolgreiche Digitalisierung in großer Menge werden Fachkenntnisse und Spezialsoftware wie optische Zeichenerkennung (OCR) benötigt.

 

Dyanix, der vertrauenswürdige Berater an Ihrer Seite

Dyanix steht an Ihrer Seite, um Ihren Bedarf genau zu analysieren und Ihnen Zugang zu professioneller Hardware und Services für die Digitalisierung von Büchern zu bieten. Unsere geschulten und erfahrenen Techniker stellen die hohe Qualität der Digitalisierung in allen Phasen des Umwandlungsprozesses sicher, wozu auch Unterstützung bei der Dateierstellung, der Dateneingabe, der Bildausgabe und der Qualitätskontrolle gehört. Für weitere Informationen, Preisauskünfte und individuelle Angebote von führenden Experten in Ihrer Region wenden Sie sich an uns, indem Sie einfach unser Kontaktformular ausfüllen oder unter +31 30 7901 900 anrufen. Unser engagiertes Team freut sich darauf, Sie mit den optimalen Lösungen bei Ihrem Digitalisierungsprojekt zu unterstützen.

 

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